Um den Geschmacks- und Geruchssinn in die Welt der Kultur einzuführen, beschloss Jean Lenoir, französische und internationale Weine im Maison de la Culture in Chalon-sur-Saône im Rahmen des André Malraux-Projektes vorzustellen, dessen stellvertretender Leiter er ist.

In diesem Rahmen besuchte er im Önologie-Institut des Burgund (INRA, Beaune) die Kurse des Önologen und Forschers Max Léglise, der zu den Begründern der sensorischen Analyse gehörte.

Und war von Anfang an begeistert! Er wurde sich der Vielfalt und des Reichtums der im Wein enthaltenen Aromen bewusst.

Jean Lenoir hielt zusammen mit Georges Pertuiset, der im Dezember 1980 zum besten Weinkellner Frankreichs ernannt wurde, einen Einführungskurs in die Weinverkostung in einem Kulturinstitut ab. Damit war Jean Lenoir der erste, der Wein zum Kulturgut erhob, gleichrangig mit Musik oder Malerei.

Im selben Jahr traf er Olivier Baussan, der soeben das Unternehmen L’Occitane en Provence gegründet hatte. Sie tauschten eine Crème de Cassis aus dem Burgund gegen Extraktionen ätherischer Öle von Thymian und Rosmarin, frisch aus dem Riechkolben, aus. Es war der Beginn einer langjährigen Freundschaft.

Jean Lenoir erhielt sein Diplom als Fach-Önologe von der wissenschaftlichen Fakultät Dijon.

Mit einem Köfferchen, das 120 Aromen enthielt, führte er in ganz Frankreich Einführungskurse durch, die großen Erfolg hatten.

„Jean Lenoir ist ein großer Kenner, dessen fröhliche Leidenschaft jedes Publikum erobert“, so Christian Millau, einer der beiden Begründer des GaultMillau-Gastronomieführers.

Von Daniel Spoerri, dem für seine „Fallenbilder“ bekannten Künstler und Erfinder der Eat-Art, bezog Jean Lenoir die Idee zu einem „Objektbuch“. Ebenso wie die Arbeit von Daniel Spoerri, der ein Restaurant eröffnete, in dem er selbst kochte, an mehrere Sinnesorgane appelliert, lassen sich auch unsere Werke mit mehreren Sinnen erfassen: Lesen, Tasten, aber auch Riechen, wodurch unsere traditionelle Beziehung zum Buch eine ganz neue Ausrichtung erhält.

Auf der Verpackungsmesse entscheidet sich Jean Lenoir für das Format eines Nachschlagewerks mit Fläschchen, die noch heute das Markenzeichen von Le Nez du Vin® sind.

Entstehung von Le Nez du Vin®.

Dieses einzigartige Objektbuch mit seinen Texten und Geruchsbeispielen weckt unverzüglich die Überraschung und Bewunderung von Kennern und Liebhabern gleichermaßen.

1.000 Exemplare werden im Rahmen eines Abonnements verkauft.

Gründung der GmbH SARL Editions Jean Lenoir in Carnoux-en-Provence, ein paar Kilometer von Cassis entfernt, inmitten der Hügel in der östlichen Verlängerung des Saint-Cyr-Massivs.

Le Nez du Vin® wird ins Englische und ins Deutsche übersetzt und in New York, Stuttgart, München, Oslo, Zürich und London vorgestellt.

Le Nez du Vin® wird ins Italienische übersetzt und in Verona und Neapel vorgestellt.

In diesem Jahr wird das Werk auch von der japanischen Öffentlichkeit entdeckt.

Vorstellung von pädagogischen Spielen für Kinder: Le Nez dans les fruits® und Le Nez dans les fleurs® mit jeweils 12 Aromen.

Einführung von Le Nez des Champignons® 54 Aromen, das in Kooperation mit Marcell Locquin zusammengestellt wurde, einem französischen Forscher, Biochemiker und bekannten Mykologen.

Es versucht, dem Geheimnis der Pilze auf die Spur zu kommen, die im Frühjahr und Herbst mit unerwarteten Düften wie Mehl, Kokosnuss, Kampfer oder Schlüsselblume aufwarten.

 Le Nez du Vin® erhält seine spanische Fassung.

Einführung von Le Nez des herbes et des épices® 54 Aromen mit Hubert Richard, der 1963 die französische Hochschule für Agrarwissenschaften ENSIA (Ecole Nationale Supérieure des Industries Agricoles et Alimentaires) mit einem Ingenieurdiplom abschloss. Von 1965 bis 1970 arbeitete er am französischen Institut für Agrarwissenschaften INRA (Institut National de la Recherche Agronomique). Danach kehrte er zur ENSIA zurück, die er als Inhaber des Lehrstuhls für Lebensmittelchemie verließ. Seitdem ist er emeritierter Professor der Hochschule.
Als Spezialist für die aromatischen Eigenschaften von Lebensmitteln konzentrierte Hubert Richard seine Forschungsarbeiten auf ätherische Öle und aromatische Präparationen und untersuchte die verschiedenen Methoden für die Aroma-Extraktion.
Es war der Beginn einer jahrelangen Zusammenarbeit zwischen Jean Lenoir und dem „wissenschaftlichen Paten“ seines Verlagshauses.
 

Auf Wunsch der Verwaltungsbehörde des Departements kreierte Jean Lenoir Le Nez de la Drôme®. Er arbeitete mit der Journalistin Anne Simonet, die mehrere Werke über Wein verfasst und ein leidenschaftliches Interesse an aromatischen Pflanzen hatte. Es handelte sich um den ersten Leitfaden über die typischen Aromen einer Region: Knoblauch, Picodon-Käse, Olivenöl, Lavendel, Trüffel usw. in zwölf Aromen, die das Departement Drôme geruchsspezifisch definieren.

Im selben Jahr steckte Jean Lenoir seine Nase auch in die Gläser eines anderen europäischen Landes: Portugal. Mit Unterstützung der Firma Laurent-Perrier, die in Frankreich den Porto Taylor’s vertreibt, brachte er Le Nez du Porto® mit den 12 Hauptaromen dieses portugiesischen Süßweins heraus. Kirsche, Walnuss sowie Kaffee, Süßholz und Veilchen finden sich in Tawnies, Late Bottled Vintage (LBV) und Vintage.

Jean Lenoir besann sich erneut auf seine Rolle als Wegbereiter und griff seine Idee zur Entwicklung der Geruchsfähigkeit in der Kindheit wieder auf. Es entstand Le Nez des Enfants® mit einer Zulassung des Institut Français du Goût von Jacques Puisais, dem Urheber einer Methode zum Erwecken der Sinne, die den Geschmackssinn bereits in den 1980er Jahren in den Grundschulen einführte.

Le Nez du Cigare®, ein Werk für all diejenigen, die sich ein exaktes Vokabular für das Verkosten von Zigarren zulegen wollen, wurde mit dem großen Zigarrenkenner Gilbert Belaubre entwickelt.







Im Mai 1996 erhielt Jean Lenoir zusammen mit fünf bekannten Köchen, einem Schokoladenhersteller und einem französischen Weinkellner eine Einladung nach Kolumbien. Im Rahmen der Internationalen Buchmesse in Bogota, deren Ehrengast in jenem Jahr Frankreich war, organisierte die Federación Nacional de Cafeteros de Colombia (FNCC), der die kolumbianischen Kaffeeerzeuger angehören, in dem Land das erste Festival für französische Gastronomie.

Ein Besuch in den Provinzen Quindio und Risaralda, im Nationalpark und im Kaffeemuseum am Monte Negro öffnete ihm die Pforten zur wunderbaren Welt des Kaffees und der „Cafeteros“. Die Verantwortlichen der FNCC waren ihrerseits von der Notwendigkeit überzeugt, sich an der Entstehung eines mit Le Nez du Vin® vergleichbaren Werks zu beteiligen, um die geschmacks- und geruchsspezifischen Eigenschaften von Kaffee zu erläutern und bekannt zu machen. Einen Monat später wurde ein Vertrag zwischen der FNCC und Editions Jean Lenoir unterzeichnet. Die Forschungsarbeiten konnten beginnen und führten im Oktober 1997 in Kolumbien pünktlich zum 70jährigen Bestehen der FNCC zur Vorstellung von Le Nez du Café®. Das Werk ist ab Mai 1998 in Frankreich erhältlich.

Jean Lenoir umgab sich mit zwei Experten von höchstem Niveau, die eine Leidenschaft für Verkostungsaromen haben: der Biochemiker David Guermonprez und der Verkoster Eric Verdier. Zu dritt wählten sie die besonders typischen Geruchsbestandteile der verschiedenen Kaffesorten der Welt aus, um die 36 Aromen zusammen zu stellen, die Le Nez du Café® schließlich umfasste.

Für das grafische Layout zeichnete der französisch-schweizerische Designer Roger Pfund verantwortlich. Die Kassette, die es in drei Versionen gibt, wurde von Anfang an in vier Sprachen herausgebracht: Französisch, Spanisch, Englisch und Deutsch.

Der Inhalt von Le Nez du Vin® 54 Aromen wurde internationalisiert, perfektioniert und ausgehend von den umfassenden wissenschaftlichen Erkenntnissen der letzten Jahren im Bereich des Geruchssinns aktualisiert. Die Auswahl umfasste jetzt 14 neue Aromen und die Einteilung erfolgt nach Familien.

Weinfehler, die bis dahin Bestandteil von Le Nez du Vin® 54 Aromen waren, wurden in einem eigenen Werk behandelt und die Anzahl der Aromen auf 12 verdoppelt.

Das berühmte Design Zentrum Nordrhein-Westfalen in Essen verlieh Le Nez du Café® Passion 36 Aromen den Preis für die höchste Design-Qualität.

Übersetzung von Le Nez du Vin® in traditionelles und vereinfachtes Chinesisch.

Entstehung von Le Nez du Vin® Le Fût de Chêne neuf mit den 12 Aromen neuer Eichenfässer in Zusammenarbeit mit Michel Feuillat, emeritierter Professor an der Universität Burgund, François Feuillat, Beauftragter des Französischen Forstamtes ONF (Office National des Forêts), David Guermonprez, Biochemiker, Hubert Richard, emeritierter Professor de ENSIA-Hochschule, und Eric Verdier, Verkoster.


Jean Lenoir erschien im ersten Band von The Drops of God.

Die Hauptfigur dieses erfolgreichen japanischen Manga will mit Hilfe von Le Nez du Vin® ihre Geruchssensibilität entwickeln und sich in der Kunst der Verkostung versuchen.
 

Das Talent von Dirk Behage und Evelyn ter Bekke, die wir zwei Jahre zuvor mit dem grafischen Layout unseres Verlagshauses beauftragt haben, trägt Früchte: die gesamte Kollektion von Le Nez du Vin®, die ihr 25-jähriges Bestehen feiert, wird neu aufgelegt, vereinheitlicht, verjüngt und verschönert. Das Buch wird auch inhaltlich aktualisiert.
 

Erscheinen der portugiesischen Fassung von Le Nez du Vin®.

Erscheinen von Le Nez de l’Armagnac® in Zusammenarbeit mit Hubert Richard und dem Bureau National Interprofessionnel de l’Armagnac (BNIA).
 
Eröffnung des Bereichs „Jean Lenoir – Le Nez du Vin®“ in Taiwan in der Staatlichen Hochschule für Hotelgewerbe und Tourismus von Kaohsiong (NKUHT), einem angesehenen Ausbildungszentraum für das Hotel- und Gaststättengewerbe.
Als erste Ausbildungsstätte Asiens entschied sich die Schule dafür, Kenntnisse im Bereich des Erkennens und des Merkens von Gerüchen zu vermitteln und die aufkommende Geruchserziehung in Taiwan zu begleiten. Die Verpflichtung von Professor Chen Chienhao, der sich am Forschungsinstitut für Rebe und Wein der Universität Burgund ausbilden ließ, und des Designers Ke-Chung Lee machte ein technologisches und Design-technisches Meisterwerk möglich, dessen Errichtung vier Jahr in Anspruch nahm und mit einem Design-Preis gewürdigt wurde. Aromen werden aus 60 hellgrünen, großen Keramik-Vasen versprüht.

In diesem Jahr wird ein Projekt zum Abschluss gebracht, das einer langwierigen und sorgfältigen Vorbereitung bedurfte. Mit der „neuen Nase“ von Jean Lenoir wird versucht, eine Sprache für Whisky zu entwickeln, jenen Branntwein, der von Schottland aus die ganze Welt eroberte.
Das Aromakonzept von Le Nez du Whisky® mit seinen 54 Noten umfasst zahlreiche Komponenten, um Whiskys aus der ganzen Welt zu entdecken und zu erforschen.

Dazu verfasste Jean Lenoir eine neue Geruchspartitur mit der Nase und der Feder von Hubert Richard, emeritierter Professor an der ENSIA, Karine Lassalle, Aroma-Forscherin bei Les Editions Jean Lenoir, Charles MacLean, Schriftsteller, Historiker und Single-Malt-Experte, und Martine Nouet, auf Kochen und Spirituosen spezialisierte Autorin und Journalistin.